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Das Schloss Ulmerfeld

 

Burgen als Multifunktionale Zentren

ImageDer Burg, als Mittelpunkt eines von ihr abhängigen regionalen Bereichs, kam seit dem Frühmittelalter eine entscheidende Rolle in Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu. Sie hatte wichtige strategische Funktionen zu erfüllen, schützte Siedlungen und Verkehrswege und sicherte somit die ökonomischen Grundlagen einer Region. Zugleich war die Burg immer auch ein Zentrum kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. 

 

Anfänge des Schlosses Ulmerfeld

ImageSchloss Ulmerfeld zählt nach dem einhelligen Urteil der Fachwelt zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Wehrbauten Niederösterreichs. Leider fehlen über die Anfänge der Burg jegliche Quellen und Daten. Jedoch ist der Standort der Burg insofern logisch, da das Schloss in strategisch günstiger Lage zum Fluss Ybbs liegt.

Als 995 "Zudamarsfeld" zur Keimzelle der freisingischen Herrschaft in Niederösterreich wurde, kam zusätzlich zur Wehrfunktion des Schlosses, verwaltungs- und ordnungspolitische Funktionen hinzu. Die Folge daraus war ein imposanter Ausbau des bestehnden Bauwerks.

Der erste faktische Ansatzpunkt für eine freisingische Burgbauaktivität ist das Jahr 1189. Zu diesem Zeitpunkt erwarb das bayrische Hochstift für alle seine Besitzungen von Kaiser Friedrich Barbarossa das Recht des sogenannten "Burgwerks". Dahinter verbirgt sich nicht anders als die Roboterverpflichtung der Untertanen zum Burgbau. Später wurde die Burg von Bischof Konrad III weiter ausgebaut. Es kamen der Osttrakt des Schlosses, eine Kapelle und eine Torhalle hinzu.

 

Umbruchszeit 

Bis in das Jahr 1930 wechselte das Schloss ständig den Eigentümer.  Zwischen 1808 und 1823  befand  sich Schloss Ulmerfeld sogar in staatlicher Verwaltung. Erst 1930 ging das Schloss in das Eigentum der Neusiedler AG über, die sich von nun an um die Instandhaltung der desolaten Liegenschaft kümmern musste.

 

Die Gegenwart

Mit Bescheid vom 12. Mai 1965 wurde Schloss Ulmerfeld unter Denkmalschutz gestellt. 1975 - Ulmerfeld war mittlerweile ein Ortsteil der Großgemeinde Amstetten geworden - wurde das Schloss um den Kaufpreis von 80.000 Schilling erworben. Die bestehenden Räumlichkeiten wurden vorwiegend kulturellen und gemeinnützigen Zwecken (Probensaal des Musikvereins, Jugendherberge, Gemeindewohnungen,...) gewidmet. Heute, nach gelungenem Abschluss des 100 - Millionen - Projektes, steht dank der Umsicht der Verantworlichen und des Steueraufkommens aller Gemeindebürger der Stadt Amstetten ein kostbarer Kulturbezirk zur Verfügung, auf den alle mit Recht stolz sein dürfen!

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