Startseite Heimatort Ulmerfeld
Der Ortsteil Ulmerfeld

Namensgebung

10. Jhd. Zudamersfelt
12. Jhd. Udmarvelde
16. Jhd. Ulmerfelden
19. Jhd. Ulmerfeld


Mit der Urkunde vom 16. August, laut welcher der Freisinger Bischof Gottschalk für ein kleines Weingut bei Krems von König Otto III. 6 Königshufen (ca. 200 ha) Land in Zudarmersfelt an der Ybbs (Ulmerfeld) eintauschte, begann die geschichtliche Entwicklung dieses Ortes.

Der Ort ist nach jenem Anführer Udamar (Otmar) benannt, der die Siedler aus Bayern hierher gebracht hatte. Nur im Jahr 995 erscheint der Name mit einem „Z“. Schon 1160 tritt die Schreibweise Udmarvelde auf.

Der Freisinger Bischof bekam ein Jahr später vom selben Herrscher 30 Königshufen (1000 Hektar) Land in Niuhanhova (Neuhofen a.d. Ybbs) als Schenkung. In dieser Urkunde wird erstmals der Name „Ostarrichi“ (Österreich) genannt.

Die Grenzen der „Hochfürstlichen Freisingischen Herrschaft Ulmerfeld“ (1034):
Im Westen die Ybbs von Kröllendorf abwärts, im Norden ebenfalls der genannte Fluss bis zur Mündung des Leutzmannsbaches, im Osten der Ferschnitzbach und im Süden die Erhebung des Reidlingberges, des Randegger Hochkogels und des Hochphyra sowie des Zauchbaches bis in die Gegend von Kröllendorf.

Ulmerfeld und Neuhofen bildeten das Kerngebiet der späteren großen Herrschaft Ulmerfeld. Im Jahr 1321 wurde die Burg Ulmerfeld von Bischof Konrad III. als Verwaltungszentrum und Sitz des herrschaftlichen Pflegers ausgebaut.

Schon 1265 verleiht König Ottokar dem Bischof Konrad II. das Landgericht in Ulmerfeld. 1388 verleihen die Herzöge Albrecht und Otto Ulmerfeld einen Wochenmarkt. Für acht verarmte Bürger wird vom Freisinger Bischof in Ulmerfeld ein Spital errichtet und mit verschiedenen Dotationen versehen.

1390 wird der Markt mit einer Ringmauer und drei Toren befestigt. 1569 erhält er vom Hochstift Freising ein Mohrenwappen verliehen. 1637 erfolgt die Verleihung zweier Jahrmärkte und 1839 zweier Viehmärkte. Innerhalb der Markbefestigung zählte man im Jahr 1780 46 Häuser, deren Inhaber Kleingewerbe und Landwirtschaft betrieben.

Bis in die Mitte des 20. Jahrhundert gab es keine erwähnenswerten Ereignisse die das Ortsbild entscheidend beeinflusst hätten. Erst 1965 erfolgte schließlich der Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde Hausmening, dessen Entwicklung sich von einer bäuerlichen Struktur zum Industriestandort (Papierfabrik) hin verändert hatte.

 

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