Startseite Heimatort Hausmening
Der Ortsteil Hausmening

Der erste steirische Markgraf Ottokar bestätigt Schenkungen an das Benediktinerstift Gartsen und nennt in der Urkunde einen Ottwin, der auf zwei von Slawen bewohnten Höfen bei Husman sitzt (1110 n.Chr.).

In der Ortsbezeichnung Husman liegt der Hausname eines Bauernlehens zugrunde. Die Anfänge einer Bauernsiedlung gehen in die 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück. Damals formten die bayrischen Siedler den Namen "Hausmaning". Erst 1660 wird aus "Hausmaning" das bis heute bestehende "Hausmening", das Dorf mit 13 Häusern.

Der nächste wichtige Entwicklungsschritt in der Entwicklung von Hausmening ist die Gründung der Theresienthaler Maschinenfabrik im Jahr 1868 durch die Herren Anton Pokorny und Josef Hiebl. Diese Herren verkauften die selbige Fabrik an die Zellulose- und Papierfabrikgesellschaft, die durch die Herren Carl Ellissen du Paul Roeder vertreten wurde.

Im Jahr 1874 gehen diese Werke in den Besitz der Kommanditgesellschaft der "Theresienthaler Papierfabrik von Ellissen – Roeder & Co." über. 1872 wurde die für die Region sehr wichtige Kronprinz – Rudolfs – Bahn eröffnet. Diesen Umständen verdankte der Ort einen großen Zuzug von Arbeiterfamilien aus den Kronländern Böhmen und Mähren. In weiterer Folge wurden ein Fabrikskindergarten, ein Fabriksspital und ein Postamt eröffnet (1888 – 1894).

Der erste Ortspolizei – Kommissar wurde Herr Alois Halois, welcher 1906 sein Amt antrat.

Etwas kurios ist die große Maikäferplage 1912, wo der Gemeinderat beschloss für jedes abgelieferte Kilogramm Maikäfer einen Betrag von 10 Heller zu bezahlen.

1923 wurde die Rotte Stein im Zuge einer Umnummerierung der Häuser aufgelassen. Als Rotte Stein wurde das Gebiet in der Ybbsniederung vom Winthal bis zur Stiefelmühl bezeichnet. Dieser Ortsteil war bis zum Bau der Papierfabrik sehr dünn besiedelt. Von nun an existiert nur mehr die amtliche Bezeichnung "Hausmening".

 

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